Praxis SeelenPfad Eir
Wo die Seele Heilung findet
Wenn alles wegbricht – beginnt die Begegnung mit deinem wahren Selbst
Es gibt Momente im Leben, die leise beginnen und doch alles verändern.
Momente, die sich nicht ankündigen. Die sich nicht logisch erklären lassen. Und auf die uns niemand wirklich vorbereiten kann.
Vor ein paar Jahren kam genau so ein Moment in mein Leben. Nicht leise. Nicht mit Ankündigung. Nicht mit der Frage, ob ich bereit dafür bin.
Ich wurde krank.
Und mit diesem einen Satz begann etwas, das ich damals noch nicht greifen konnte, aber heute als einen tiefen Wendepunkt erkenne. Denn ab diesem Moment war plötzlich alles anders.
Am Anfang war da vor allem Verunsicherung
Mein Körper, der für mich immer ein Ort von Selbstverständlichkeit gewesen war, begann sich zu verändern. Nicht nur körperlich, sondern auch in einer Tiefe, die schwer in Worte zu fassen ist.
Ich fühlte mich… fremd in mir selbst.
Es war, als hätte sich etwas zwischen mich und meinen eigenen Körper geschoben. Als würde ich ihn zwar noch bewohnen, aber nicht mehr wirklich darin zu Hause sein. Signale, die ich früher klar deuten konnte, wurden unverständlich. Empfindungen fühlten sich intensiver an, oder plötzlich ganz taub.
Und je mehr ich versuchte, Kontrolle zurückzugewinnen, desto mehr entglitt mir dieses Gefühl von Vertrautheit.
Doch nicht nur mein Körper veränderte sich
Auch mein Leben begann sich Stück für Stück aufzulösen.
Dinge, die mir Halt gegeben hatten, funktionierten nicht mehr. Strukturen, die mich getragen hatten, brachen weg. Und irgendwann stand ich an einem Punkt, an dem ich mir eingestehen musste:
Ich erkenne mein eigenes Leben nicht mehr wieder.
Dieses Gefühl, fremd im eigenen Leben zu sein, ist kaum zu beschreiben. Du wachst morgens auf und alles ist äußerlich noch da… aber innerlich fühlt es sich an, als würdest du in einer Realität stehen, die nicht mehr deine ist.
Die Dinge, die dich früher erfüllt haben, berühren dich nicht mehr. Gedanken, die dir früher Sicherheit gegeben haben, verlieren ihre Wirkung. Und ganz langsam beginnt etwas zu bröckeln, das viel tiefer geht als äußere Umstände:
Deine Identität.
Alles, was ich glaubte zu sein…
alles, was ich mir aufgebaut hatte…
begann wegzubrechen.
Nicht in einem dramatischen Knall. Sondern in einem stillen, unaufhaltsamen Prozess. Schicht für Schicht.
Bis irgendwann nichts mehr übrig war, woran ich mich festhalten konnte. Und mit diesem Wegbrechen kam eine Tiefe, die ich vorher nicht kannte.
Einsamkeit.
Eine Einsamkeit, die nicht davon kommt, dass niemand da ist, sondern davon, dass sich niemand wirklich in deinem inneren Erleben wiederfindet.
Ich war umgeben von Menschen und fühlte mich doch vollkommen allein. Weil das, was in mir geschah, so schwer greifbar war.
So still.
So unsichtbar.
Und dann war da noch etwas, das sich noch leiser eingeschlichen hat.
Der Verlust des Lebensmutes.
Nicht als plötzlicher Gedanke. Nicht als bewusste Entscheidung. Sondern wie ein langsames Verblassen von etwas, das mich vorher getragen hat. Die Leichtigkeit war weg. Die Klarheit war weg. Dieses innere „Ich weiß, wofür ich hier bin“ war plötzlich nicht mehr da.
Stattdessen war da eine Leere. Und eine tiefe Erschöpfung.
Mein Weg durch diese Dunkelheit war einsam
Und das ist eine Wahrheit, die ich lange nicht aussprechen konnte.
Ich hätte mir jemanden gewünscht, der diesen Raum wirklich halten kann. Jemanden, der versteht, ohne dass ich alles erklären muss. Aber diesen Menschen gab es in dieser Form nicht. Und so blieb mir irgendwann nichts anderes übrig, als da durchzugehen.
Schritt für Schritt.
Tag für Tag.
Mit all der Unsicherheit.
Mit all der Angst.
Mit all der Stille.
Es gab keinen klaren Wendepunkt. Kein „und dann wurde alles gut“. Was sich verändert hat, kam leise. Sehr leise.
Ich begann, weniger gegen das anzukämpfen, was ist.
Ich hörte auf, mich ständig zu fragen, wie ich wieder „zurück“ komme. Und stattdessen begann ich, mich dem zuzuwenden, was gerade da war.
Auch wenn es weh tat.
Auch wenn es unbequem war.
Auch wenn ich es nicht verstand.
Und genau dort – in dieser Tiefe, in dieser scheinbaren Leere – begann etwas Neues.
Nicht im Außen. Sondern in mir.
Was bleibt, wenn alles wegbricht?
Wenn die Rollen wegfallen…
wenn die Sicherheiten verschwinden…
wenn das Bild, das du von dir hattest, nicht mehr trägt…
Dann bleibt etwas, das du vorher vielleicht nie bewusst wahrgenommen hast.
Etwas, das nicht gemacht ist.
Nicht angepasst.
Nicht gelernt.
Etwas Echtes.
Dein wahres Selbst.
Es ist nicht laut.
Es drängt sich nicht auf.
Es zeigt sich nicht in Perfektion.
Sondern eher in Momenten von stiller Klarheit.
In einem leisen inneren Wissen. In einem Gefühl von „Das bin ich – auch wenn ich es nicht erklären kann.“
Heute, mit etwas Abstand, kann ich sagen:
Ich hätte mir diesen Weg niemals ausgesucht. Aber ich sehe, warum ich ihn gegangen bin. Ich sehe, was er in mir geöffnet hat.
Und ich sehe vor allem die Menschen, die genau jetzt an diesem Punkt stehen.
Menschen, die sich fremd fühlen – in ihrem Körper, in ihrem Leben.
Menschen, die spüren, dass etwas nicht mehr stimmt, aber nicht greifen können, was es ist.
Menschen, die müde sind vom Suchen… und sich gleichzeitig nicht aufgeben wollen.
Genau aus diesem Erleben heraus ist meine Arbeit entstanden
Die Praxis SeelenPfad Eir.
Nicht, weil ich einen perfekten Weg kenne. Sondern weil ich weiß, wie es sich anfühlt, diesen Weg nicht zu kennen. Weil ich weiß, wie es ist, durch diese Dunkelheit zu gehen.
Und weil ich heute Räume halte, in denen genau das da sein darf.
Ohne Druck.
Ohne Bewertung.
Ohne das Gefühl, „funktionieren“ zu müssen.
Wenn du gerade an einem Punkt bist, an dem sich alles unsicher anfühlt…
Wenn du das Gefühl hast, dich selbst nicht mehr zu erkennen…
Wenn du müde bist von diesem inneren Kampf…
Dann möchte ich dir etwas sagen, das ich selbst lange nicht glauben konnte:
Du bist nicht verloren.
Auch wenn es sich so anfühlt.
Auch wenn gerade nichts mehr Halt gibt.
Auch wenn alles wegzubrechen scheint.
Vielleicht beginnt genau hier etwas, das echter ist als alles, was du bisher kanntest.
Nicht lauter.
Nicht einfacher.
Aber wahr.
Und vielleicht ist es genau dieser Moment, in dem nichts mehr bleibt…
in dem du dir selbst zum ersten Mal wirklich begegnest.
